Landschaftspark Duisburg-Nord
Während unseres Kurztrips durchs Ruhrgebiet im September 2002 sind wir einem Tipp eines Bekannten gefolgt und haben uns den Landschaftspark
Duisburg-Nord angesehen. Wir können nur jedem empfehlen, sich mal einen Tag Zeit zu nehmen, um diesen Park mit seinen vielen Attraktionen zu
besichtigen.
Entstehung
Von 1903 bis 1985 wurden auf dem 200 Hektar großen Areal 37 Millionen Tonnen Eisen hergestellt. Das Eisenhütten Werk wurde 1985 stillgelegt.
Nach mehreren Jahren des Verfalls sollte es zunächst abgerissen werden. Die Bürger kämpften für den Erhalt des Kulturgutes und so entstand
von 1990 bis 1996 im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Emscherpark der Landschaftspark Duisburg-Nord.
Der Landschaftspark ist ganzjährig kostenlos begehbar. Wir empfehlen jedoch eine nächtliche Führung für 6 EUR mitzumachen um einerseits alles über
das Werk zu erfahren und andererseits die bunten Lichtspiele, die der britische Künstler Jonathan Park 1996 installierte, zu erleben.
Besonders sehenswert
Auszüge aus dem Ruhr-Guide
In den verschiedenen Gebäuden und ehemaligen Werksanlagen wird die industrielle Vergangenheit des Duisburger Nordens erlebbar. So kann
beispielsweise der Hochofen 5 als Zeitzeuge besichtigt werden, denn er wurde bei seiner Stillegung "besenrein und anblasefähig" zurück
gelassen. Zudem steht er als Aussichtsturm im Zentrum des Interesses und gibt einen phantastischen Überblick über das Gelände.
Dass für die Produktion von 1000 Tonnen Roheisen am Tag drei Millionen Kubikmeter Wind benötigt wurden, wird in der Gebläsehalle des
Dampfgebläsehauses durch die erhaltenen vier Elektroturbogebläse demonstriert.
Einige Hallen dienen als Veranstaltungsorte. So liegt beispielsweise die Besonderheit der überdimensionalen Kraftzentrale in ihrer
modernen Ausstattung. Auch die Hallen des Dampfgebläsehauses werden heute für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt. Für die
Ruhr-Triennale wurde die Gebläsehalle zu einem Schauspielhaus mit fester Bühne ausgebaut. Für Konzerte, Theater und das im Sommer
stattfindende Open-Air-Kino steht die Gießhalle des Hochofen 1 zur Verfügung. Sie ist mit einer großen Tribüne und einer ausfahrbaren
Überdachung ausgestattet.
Eine ganz besondere Art der Umnutzung stellt der ehemalige Nass-Gasometer dar. Mit seinem Fassungsvermögen von 21.000 Kubikmeter
Wasser entstand hier ab Mitte 1996 das größte Tauchtrainings- und Tauchausbildungszentrum Europas. Auf dem Grund liegt ein 11 Meter
langes Schiffswrack, daneben gibt es zwei versunkene Autowracks, ein künstliches Riff sowie einen 11 Meter hohen Schilderbaum zu entdecken.
Neben dem Tauchsport wird im Landschaftspark auch das Klettern groß geschrieben. Während sich die Sektion Duisburg des Deutschen Alpenvereins
einen eigenen Klettergarten verwirklicht hat, klettern Normalsterbliche stilecht in den steilen Wänden und den erhaltenen hohen Türmen der
Industrieanlagen.
Die spektakuläre Lichtinszenierung des englischen Künstlers Jonathan Park taucht die Hochöfen in bunte Farben. Während von Montags
bis Donnerstags nur die drei Kamine der Anlage beleuchtet werden, wird das Vollprogramm Freitags, Samstags, Sonntags und an Feiertagen
eingeschaltet. Dazu gibt es eine Nachtlichtführung durch das illuminierte Hüttenwerk.
Weitere Infos zum Landschaftspark und zum Tauchgasometer gibt es auf den Homepages von:
Landschaftspark Duisburg-Nord
Tauchgasometer
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